Wie wirkt CBD

 

 

Cannabidiol (CBD) ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid, d.h. in erster Linie wirkt diese Substanz blockend und hemmend. CBD als Gegenspieler (Antagonist) des Tetrahydrocannabinol (THC), welches berauschend wirkt, verfügt das CBD über eine berühigende Wirkung auf unser Nervensystem. 


Wie funktioniert CBD?

CBD wirk auf das menschliche Gehirn, indem die körpereigenen Rezeptoren (CB1-Rezeptor, CB2-Rezeptor, 5-HT1A-Rezeptor, Vanilloidrezeptor) angesprochen werden, welche gesundes psychisches und physisches Gleichgewicht im menschlichen Körper zuständig sind. Dabei sind Rezeptoren für das Austauschen von Bodenstoffen zuständig. Diese Botenstoffe bestimmen die körpereigenen biochemischen Prozesse, zu welchem

  • Freude,
  • Schmerzen,
  • Unruhe,
  • Angst,
  • und sogar Liebe

gehören.

Die o.g. Rezeptoren können auch gezielt zur verstärkten Ausschüttung körpereigener Wirkstoffen stimuliert werden, um gegen körperliche (physische) Krankheiten anzugehen.

Nähere Informationen zu den Rezeptoren:

Der CB1-Rezeptor:

  • ist zuständig für das Transportieren von Informationen, die hauptsächlich für unser psychisches Gleichgewicht bzw. Wohlbefinden, zuständig ist
  • durch CBD wird der CB1-Rezeptor dahin stimuliert, seine schlechten Informationen einzudämmen, welche sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirken. Er kann psychische Krankheiten in Einzelfällen sogar gänzlich heilen 

Der CB2-Rezeptor:

  • dieser Rezeptor wirkt hauptsächlich im neurologischen Bereich, so kann dieser zum Beispiel für eine Krankheit wie Alzheimer verantwortlich sein
  • auch dieser Rezeptor lässt sich, durch CBD positiv beeinflussen

Der Vanilloid-Rezeptor (Typ 1 und Typ 2)

  • Die Vanilloid-Rezeptoren sind hauptsächlich für unser Schmerzempfinden verantwortlich
  • In diesen Vanilloid-Rezeptoren wirket CBD, wie zum Beispiel auch Schmerztabletten
  • durch die hemmende und blockierende Wirkung von CBD eignet es sich, um Schmerzen auf pflanzlicher Basis zu begegnen
  • CBD wirkt auch auf den Typ 2 Rezeptor, der mit seinen Informationen bösartige Tumorzellen (Krebs) beseitigen kann

Der 5-HT1A-Rezeptor

  • Er ist zum Beispiel zuständig für das Lernen und für die Regulierung der Körpertemperatur.
  • Der 5-HT1A-Rezeptor ist das CBD interessant, wenn es darum geht, psychische Krankheiten einzudämmen oder gar ganz zu heilen
  • CBD wirkt somit äußerst vielversprechend gegen Depressionen und Angstzuständeeingesetzt werden


Wo wirkt CBD im menchlichen Körper?

Im Jahr 1987 wurde durch Professor Allyn Howlett von der Saint-Louis-Universität in Missouri (USA) zum ersten Mal gezeigt, dass Cannabinoide über körpereigene Rezeptoren wirken. Im menschliche Körper sind mehrere Rezeptoren vorhanden, die auf Cannabinoide reagieren. Dabei sind die bekanntesten Rezeptoren der Cannabinoid-Rezeptoren 1 (CB1) und der Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2). Der CB1 ist im zentralen Nervensystem sowie im Nervensystem des Darms zu finden. Der CB2 ist auf Zellen des menschlichen Abwehrsystems (Immunsystems) und auf Zellen, die den Knochenstoffwechsel regulieren zu finden. Der CB1 und CB2 sind Teil des sogenannten Endocannabinoid-Systems, welches der Regulierung von Körperabläufen dienen. Es einen Einfluss auf die:

  • Leistung des Abwehrsystems,
  • die Schmerzwahrnehmung,
  • die Entstehung von Ängsten,
  • die Stimmungslage und
  • die Regulation von Appetit, Schlaf und Körpertemperatur.[1][2]

[1] Di Marzo V, Stella N, Zimmer A. Endocannabinoid signalling and the deteriorating brain. Nat Rev Neurosci. 2015 Jan;16(1):30-42

[2] Thomas A, Baillie GL, Phillips AM, Razdan RK, Ross RA, Pertwee RG. Cannabidiol displays unexpectedly high potency as an antagonist of CB1 and CB2 receptor agonists in vitro. Br J Pharmacol. 2007 Mar;150(5):613-23

Das Endocannabinoid-System kann von "außen" durch Cannabinoide aus den Hanfgewächsen und von "innen" durch den Körper selbst beeinflusst werden, da der Körper selbst Endocannabinoide Stoffe bildet. Das wohl bekannteste Endocannabinoide ist Anandamid, welches sich vor allem im zentralen Nervensystem findet und dort seine schmerzstillenden und stimmungsaufhellenden Effekte vermittelt.

Aufgrund der zentralen Rolle des Endocannabinoid-Systems im Körper und dessen möglicher positiver Wirkung im Krankheitsfall wurden CBD und THC in den letzen Jahrzenten genauer in Studien untersucht.

Das Ergebnis dieser klinischen Studien mit Cannabidiol:

  • CBD reduziert die autoimmunen Entzündungsvorgänge bei Diabetes vom Typ 1. (Quelle: Lehmann C, Fisher NB, Tugwell B, Szczesniak A, Kelly M, Zhou J. Experimental cannabidiol treatment reduces early pancreatic inflammation in type 1 diabetes. Clin Hemorheol Microcirc. 2016;64(4):655-662)
  • CBD kann hilfreich bei Epilepsie sein. (Quelle: Devinsky O, Marsh E, Friedman D, Thiele E, Laux L, Sullivan J, Miller I, Flamini R, Wilfong A, Filloux F, Wong M, Tilton N, Bruno P, Bluvstein J, Hedlund J, Kamens R, Maclean J, Nangia S, Singhal NS, Wilson CA, Patel A, Cilio MR. Cannabidiol in patients with treatment-resistant epilepsy: an open-label interventional trial. Lancet Neurol. 2016 Mar;15(3):270-8; Perez-Reyes M, Wingfield M. Letter: Cannabidiol and electroencephalographic epileptic activity. JAMA. 1974 Dec 23-30;230(12):1635)
  • CBD kann die Lebensqualität von Parkinson-Patienten steigern. (Quelle: Chagas MH, Zuardi AW, Tumas V, Pena-Pereira MA, Sobreira ET, Bergamaschi MM, dos Santos AC, Teixeira AL, Hallak JE, Crippa JA. Effects of cannabidiol in the treatment of patients with Parkinson’s disease: an exploratory double-blind trial. J Psychopharmacol. 2014 Nov;28(11):1088-98)
  • CBD kann die Nikotin-Abhängigkeit bei Rauchern senken. (Quelle: Morgan CJ, Das RK, Joye A, Curran HV, Kamboj SK. Cannabidiol reduces cigarette consumption in tobacco smokers: preliminary findings. Addict Behav. 2013 Sep;38(9):2433-6)
  • CBD kann bei Angstzuständen hilfreich sein. (Quelle: Das RK, Kamboj SK, Ramadas M, Yogan K, Gupta V, Redman E, Curran HV, Morgan CJ. Cannabidiol enhances consolidation of explicit fear extinction in humans. Psychopharmacology (Berl). 2013 Apr;226(4):781-92)
  • CBD kann bei THC-induzierten Psychosen lindernd wirken. (Quelle: Englund A, Morrison PD, Nottage J, Hague D, Kane F, Bonaccorso S, Stone JM, Reichenberg A, Brenneisen R, Holt D, Feilding A, Walker L, Murray RM, Kapur S. Cannabidiol inhibits THC-elicited paranoid symptoms and hippocampal-dependent memory impairment. J Psychopharmacol. 2013 Jan;27(1):19-27)
  • CBD kann bei Schizophrenie wirksam sein. (Quelle:Leweke FM, Piomelli D, Pahlisch F, Muhl D, Gerth CW, Hoyer C, Klosterkötter J, Hellmich M, Koethe D. Cannabidiol enhances anandamide signaling and alleviates psychotic symptoms of schizophrenia. Transl Psychiatry. 2012 Mar 20;2:e94; Zuardi AW, Hallak JE, Dursun SM, Morais SL, Sanches RF, Musty RE, Crippa JA. Cannabidiol monotherapy for treatment-resistant schizophrenia. J Psychopharmacol. 2006 Sep;20(5):683-6)
  • CBD kann bei Lampenfieber und sozialen Phobien hilfreich sein. (Quelle: Bergamaschi MM, Queiroz RH, Chagas MH, de Oliveira DC, De Martinis BS, Kapczinski F, Quevedo J, Roesler R, Schröder N, Nardi AE, Martín-Santos R, Hallak JE, Zuardi AW, Crippa JA. Cannabidiol reduces the anxiety induced by simulated public speaking in treatment-naïve social phobia patients. Neuropsychopharmacology. 2011 May;36(6):1219-26)
  • CBD kann übermäßigen Appetit hemmen. (Quelle: Morgan CJ, Freeman TP, Schafer GL, Curran HV. Cannabidiol attenuates the appetitive effects of Delta 9-tetrahydrocannabinol in humans smoking their chosen cannabis. Neuropsychopharmacology. 2010 Aug;35(9):1879-85)
  • CBD kann bei Schlafstörungen hilfreich sein. (Quelle: Carlini EA, Cunha JM. Hypnotic and antiepileptic effects of cannabidiol. J Clin Pharmacol. 1981 Aug-Sep;21(8-9 Suppl):417S-427S)
  • CBD kann bei Colitis ulcerosa hilfreich sein. (Quelle: Irving PM, Iqbal T, Nwokolo C, Subramanian S, Bloom S, Prasad N, Hart A, Murray C, Lindsay JO, Taylor A, Barron R, Wright S. A Randomized, Double-blind, Placebo-controlled, Parallel-group, Pilot Study of Cannabidiol-rich Botanical Extract in the Symptomatic Treatment of Ulcerative Colitis. Inflamm Bowel Dis. 2018 Mar 19;24(4):714-724)

Pharmakologie von Cannabis und Cannabinoiden

Nach Veröffentlichung des deutschen Ärzteblattes hat CBD positive Wirkungen, zu diesen gehören:

"[...] Manche Effekte von Cannabiszubereitungen werden durch die Wirkungen anderer Cannabinoide als THC verursacht. So hat beispielsweise CBD – das Cannabinoid, das in vielen Cannabissorten nach THC in der höchsten Konzentration vorkommt – antiemetische, neuroprotektive und antiinflammatorische Eigenschaften. Zu seinen komplexen Wirkmechanismen zählen eine antagonistische Wirkung am CB1-Rezeptor, eine Stimulation des Vanilloid-1-Rezeptors, eine Hemmung der Hydrolyse von Anandamid (Quelle: Grotenhermen F: Cannabinoids. Curr Drug Targets CNS Neurol Disord 2005; 4: 507–30. CrossRef MEDLINE) und eine Aktivierung des Zellkernrezeptors PPAR-Gamma (Quelle: O’Sullivan SE, Kendall DA: Cannabinoid activation of peroxisome proliferator-activated receptors: potential for modulation of inflammatory disease. Immunobiology 2010; 215: 611–6. CrossRef MEDLINE). [...]  

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/127598/Das-therapeutische-Potenzial-von-Cannabis-und-Cannabinoiden

 

Wenn Sie Informationen zu einer spezifischen Wirkung von CBD erfahren wollen, so Fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotherker. Wir dürfen leider aus rechtlichen Gründen keine Auskunft, bei welcher Krankheit CBD hilft sowie ein Heilversprechen, erteilen.

Wollen Sie sich im Internet weiter Informieren, so können Sie Hier mehr über die CBD Therapien erfahren.


Warum höre ich erst jetzt von den Möglichkeiten, welche CBD bietet?

Ärzte und deren Vereinigungen sowie insbesondere die Pharmaindustrie haben oftmals kein positives Bild zu CBD. Die wahren Gründe können wir sicherlich nicht benennen, jedoch könnten vorallem finanzielle Interessen im Vordergrund stehen. Denn viele bekannte Wirkstoffe könnten bei einer breiten Akzeptanz obsolet bzw. durch CBD Produkte ersetzt werden, welches die Haltung der Pharmaindustrie erklären könnte. Auch die langjährige Diskussion der Politk im Hinblick auf eine vollständige Legalisierunmg von Cannabis im Allgemeinen, könnte durch den gezielten Einfluss von Lobbyisten, im Sinne der Pharmakonzerne, beeinflusst sein.